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Digital-Health-Anbieter entwickelt Corona-Warn-App speziell für Unternehmen

16.09.2020 12:56
Das Digital-Health-Unternehmen HMO hat eine dreistufige Corona-Management-Lösung speziell für Unternehmen und geschlossene Systeme entwickelt. Die Corona-App der Bundesregierung sei, so berichtet HMO, nach Aussagen von Experten nicht optimal für den Einsatz in Unternehmen geeignet. Die hauseigenen Lösungen, bestehend aus Token, der "BudyGuard"-App und der EPI-App, sollen aktuell bestehende Lücken in der Pandemie-Überwachung schließen und bestächen durch ihre einfache Einsatzmöglichkeit, teils sogar unabhängig von Smartphone und Web, und eine hohe Kosteneffizienz.

Im Fokus der Entwicklung der HMO AG stehe die Sicherstellung der drei wesentlichen Faktoren zur Eindämmung der Corona-Pandemie: die Wahrung eines Abstands von mindestens 1,5 Meter, die schnelle Nachverfolgung von Infektionsketten, sowie die Früherkennung von Gesundheitsrisiken bei Mitarbeitern.

Ein Abstand von mindestens 1,5 Meter sei nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen bereits eine elementare Maßnahme, um das Infektionsrisiko deutlich zu senken. In der Realität werde der Sicherheitsabstand vielfältig – teilweise aus Unkenntnis – unterschritten. Das sei auch ein Problem bei Unternehmen, wo aus Geheimhaltungs- oder Sicherheitsgründen, etwa in der Produktion, Handys überhaupt nicht gestattet sind. Hier setzt der von HMO entwickelte Token 2.0 (siehe Abb.) an, ein auf IoT-Technologie basiertes Tool, das unter Einsatz von Bluetooth Daten austauscht.

Produktions-Teams können mit dem Token, etwa als Armband oder um den Hals an einem Schlüsselbund getragen, ausgestattet werden. Unterschreite der Träger den Mindestabstand zu einem, ebenfalls mit dem Token ausgestatten Kollegen, ertöne ein Alarm in Form von Sound, Vibration und LED. Eine Maßnahme, die simpel klinge, aber hoch effektiv sei. Die Datenaufzeichnung von Begegnungen von mindestens 1 Minute Dauer erfolge absolut anonym und erlische nach 21 Tagen, also dem Zeitraum, in dem eine COVID-19-Infektion erkennbar wird. Die Batterielaufzeit der Token liegt nach Unternehmensangaben bei sieben Tagen. Die Aufladung erfolge über ein mitgeliefertes USB-Kabel. Der Token lasse sich leicht desinfizieren und könne so auch im Schichtbetrieb zum Einsatz kommen.

Um mit Hilfe der Token auch Infektionsketten nachverfolgen zu können, entwickelte HMO die App "BudyGuard", eine Tracing-Anwendung, die betriebssystemunabhängig über den Browser läuft. Im Zusammenspiel mit den Token erkenne "BudyGuard" Infektionsketten und helfe, diese zu unterbrechen. Dazu werde jeder im Einsatz befindliche Token einmalig in der Anwendung des Nutzers angemeldet. Die Token funktionierten auch ohne Mobiltelefon und speicherten lokal bis zu 2.000 Begegnungen. Werden diese dann mit Hilfe von "BudyGuard" ausgelesen, könnten sie im Falle einer gemeldeten Infektion anonym benachrichtigt werden.

"BudyGuard" diene auch dazu, den Token individuell zu konfigurieren, zum Beispiel den Sound abzustellen, so dass nur noch die leise Vibration ausgelöst werde. Vermute ein Nutzer eine Corona-Infektion, könne er seine Kontakte über "BudyGuard" warnen, was über verschlüsselte Benachrichtigungen an die Kontakte erfolge. Wird die Anwendung nicht mehr verwendet, würden nach 14 Tagen alle Daten vom Gerät gelöscht, die absolute Datensicherheit sei gewährt.

In Situationen, in denen die Mitarbeiter selbst gar keine Mobiltelefone besitzen, könne "BudyGuard" auch zentral genutzt werden und das Zuweisen von Token an Mitarbeiter sowie die Information im Falle einer COVID-Infektion steuern, sofern der Mitarbeiter dem zustimmten. Auch hier würden alle DSGVO Richtlinien eingehalten.

Darüber hinaus will HMO mit der Webapplikation EPI App die Unternehmen bei der Kommunikation mit ihren Mitarbeitern in der Pandemie und bei der Evaluierung von Gesundheitsrisiken der Belegschaft unterstützen. Mittels eines Tests, den das Unternehmen gemeinsam mit Virologen entwickelt habe, könne jeder Mitarbeiter einschätzen, ob er einer Hochrisikogruppe angehört. Der medizinische Test unterscheidet drei Stufen von niedrig über mittel bis hoch. Darüber hinaus sei täglich ein COVID-19-Symptom-Check durchführbar, wenn Mitarbeiter dies wünschten. Er diene auch dazu, das eigene Gesundheitsbewusstsein von Mitarbeitern zu schärfen.

Diese Informationen stünden ausschließlich dem betroffenen Mitarbeiter zur Verfügung und würden nicht an das Unternehmen weitergeleitet. Zusätzlich übernehme die EPI App auch wichtige interne Kommunikationsfunktionen in Pandemie-Zeiten: Mitarbeiter können über aktuelle, interne Verhaltensregeln, sowie Nachrichten im Zusammenhang mit COVID-19 schnell und direkt informiert werden.

Hintergrund
Die HMO AG ist ein auf digitale Gesundheitsservices spezialisiertes Unternehmen aus München. Der Vorstand des Unternehmens setzt sich aus dem Mediziner Dr. Udo Beckenbauer und dem Informatiker Roy von der Locht zusammen. Neben der aktuellen Entwicklung der Corona-Applikation für Unternehmen konzentriert sich die HMO AG auf das Angebot von Zweitmeinungen für Krebs- und Herzpatienten, die sich mithilfe einer elektronischen Gesundheitsakte und unterstützt von HMO-Case-Managern unkompliziert und schnell eine zweite medizinische Meinung einholen können. HMO arbeitet mit über 180 zertifizierten Zentren zusammen, darunter viele Universitätskliniken und hat Verträge mit 32 Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen. Für die Entwicklung der digitalen Lösungen arbeitet die HMO AG mit einem Entwicklerteam zusammen, das Erfahrungen aus der Automobilbranche mit Schwerpunkt Industry 4.0 mitbringt.

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