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Rabattquoten der Kassen variieren deutlich

27.09.2011 12:54
Die Arzneimittel-Rabattquote der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) pendelt seit Jahresbeginn in einem schmalen Band um die 50-Prozent-Marke (49,2 - 52,0 %). Aktuell (Juli 2011) wird nach Zahlen des Marktforschers INSIGHT Health für 50,5 Prozent aller Arzneimittel-verordnungen in der GKV ein rabattiertes Arzneimittel abgegeben. Im Februar war die 50-Prozent-Schwelle das erste Mal überschritten worden.

Rabatte, die auf Basis von Rabattausschreibungen oder Portfolioverträgen vereinbart werden, dienen in Deutschland besonders bei Generika und Biosimilar als Preisinstrument, hier wurden im Juli 69,6 Prozent bzw. 55,6 Prozent der zu Lasten der GKV abgegebenen Arzneimittel rabattiert. Von den patentgeschützten Präparaten waren hingegen nur 13,5 Prozent der Verordnungen rabattiert. So machen die 50,5 Prozent der Verordnungen, die über alle Segmente hinweg rabattiert sind, einen Anteil am GKV-Arzneimittelumsatz von 24,3 Prozent aus (vor Rabatt, Basis AVP). Die 7,4 Prozent der Arzneimittel-Verordnungen, mit denen patentgeschützte Produkte im Juli verordnet wurden, generieren einen Umsatzanteil (vor Rabatt, AVP) von 32,1 Prozent.

 

Die Ortskrankenkassen gehen bei ihrer aktuellen Rabattausschreibung einen neuen Weg: Erstmals schreiben die Kassen Wirkstoffe aus, die derzeit noch unter Patentschutz stehen. Die AOK-Ausschreibung ist mit einem Auftragsvolumen von rund zwei Milliarden Euro (105 Wirkstoffe in acht Gebietslosen) zugleich die bislang größte Ausschreibung des Marktes. Die Rabattverträge sollen zum 01. April 2012 starten.

 

Die Rabattquoten der einzelnen Kassen unterscheiden sich deutlich voneinan-der, ebenso innerhalb der einzelnen Kassen von Region zu Region. So liegen die Quoten der AOK-Kassen in einer Spanne zwischen 37,0 (Region der Kassenärzt-lichen Vereinigung Bremen, Zeitraum Juli 2011) und 55,0 Prozent (KV-Region Niedersachsen). Die BARMER GEK erreicht Rabattquoten zwischen 53,9 (Ham-burg) und 64,7 Prozent (Nordrhein), die Quoten der TK liegen zwischen 34,0 (Sachsen) und 44,9 Prozent (Saarland). Die Daten sind der neuen INSIGHT Health-Datenbank NVI-KT-Regio entnommen, welche auf Produktebene sowie nach ärztlichen Fachgruppen, Kostenträgern und KV-Regionen das Monitoring von Rabattverträgen und die Analyse regionaler Besonderheiten ermöglicht.

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