Christopher Kirsch übernimmt die AG zu einem Zeitpunkt, an dem es politisch darum geht, für den Bereich der biotechnologischen Arzneimittel eine ausgewogene und strategische Entscheidung zu treffen, die für die nächste Dekade trägt. Denn mit dem steigenden Anteil biotechnologisch hergestellter Arzneimittel in der Neuzulassung wird ein funktionierender Biosimilar-Wettbewerb zukünftig immer wichtiger, damit Biosimilars ihr volles Potential für die Versorgung von Patientinnen und Patienten entfalten können.

Kirsch erklärt: „Für die Entwicklung von Biosimilars brauchen Hersteller Stabilität und Verlässlichkeit. Die Politik muss hierfür Anreize setzen, damit Biosimilars dauerhaft zur Entlastung der Gesetzlichen Krankenkassen beitragen und Patientinnen und Patienten einen breiten Zugang zu modernen Therapien sichern können.“

Mit Blick auf die kommenden Jahre sieht Kirsch erhebliche Chancen: „In den nächsten zehn Jahren laufen über 100 Patente auf biotechnologische Arzneimittel aus. Wenn jetzt die richtigen politischen Weichen gestellt werden, können Biosimilars ihr volles Potenzial ausschöpfen. Mit Blick auf die neuen geopolitischen Realitäten geht es auch darum, dass Europa seine Position als Pharmastandort behauptet und seine strategische Autonomie bewahrt – gerade auch im weltweiten Wettbewerb um Schlüsseltechnologien.“

Kirsch wird künftig die Interessen der Biosimilar-Hersteller in Deutschland vertreten und soll die Position der AG weiter schärfen. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe und darauf, die Arbeit der AG Pro Biosimilars aktiv weiterzuentwickeln. Dabei werde ich mich weiterhin evidenzbasiert und konstruktiv in die gesundheitspolitische Debatte einbringen – im Dialog mit allen relevanten Akteuren und mit klaren Vorschlägen“, sagt Kirsch.