Dr. Anna-Karin Edstedt Bonamy bringt anerkannte Expertise an der Schnittstelle von klinischer Praxis, Forschung und technologischer Innovation mit. Sie ist außerordentliche Professorin am Karolinska Institutet (Schweden), einer der weltweit renommiertesten medizinischen Einrichtungen. Dort absolvierte sie ihr Medizinstudium und promovierte 2008 über die langfristigen kardiovaskulären Folgen bei Frühgeburten. Seit 2009 ist sie Fachärztin für Kinderheilkunde und hatte verschiedene Positionen innerhalb der Schwedischen Gesellschaft für Pädiatrie inne, darunter als wissenschaftliche Sekretärin und später als Vizepräsidentin.

Ihre Forschung im Bereich der perinatalen Epidemiologie konzentriert sich auf die Zusammenhänge zwischen Frühgeburt, Schwangerschaftskomplikationen und langfristigen kardiovaskulären Erkrankungen, sowohl bei Kindern als auch bei Müttern. Sie war maßgeblich an großen europäischen Forschungsprojekten wie dem EPICE-Programm beteiligt, das sich der Verbesserung der neonatalen Versorgung in Europa widmet.

Seit 2017 ist sie im Digital-Health-Bereich tätig. Bei Doctrin, einem europäischen Unternehmen für Gesundheitstechnologie, war sie zunächst Chief Medical Officer und später Chief Executive Officer. In diesen Funktionen leitete sie das Wachstum des Unternehmens und die Entwicklung digitaler medizinischer Beurteilungslösungen, die von Hunderten von Gesundheitseinrichtungen in Nordeuropa genutzt werden.

Bei Doctolib ist Dr. Anna-Karin Edstedt Bonamy jetzt für die Ausgestaltung der medizinischen Strategie des Unternehmens verantwortlich. Dazu gehört die Stärkung der medizinischen Standards der digitalen Lösungen und Dienstleistungen sowie die Sicherstellung ihrer Zuverlässigkeit und Praxistauglichkeit für Gesundheitsfachkräfte und Patient:innen. Sie wird ein multidisziplinäres Team aus Ärzt:innen, Forscher:innen und wissenschaftlichen Expert:innen leiten, das das gesamte Spektrum medizinischer Themen abdeckt – von der Qualität medizinischer Inhalte bis hin zur klinischen Bewertung der Lösungen. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Entwicklung neuer Lösungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Dr. Edstedt Bonamy stellt sicher, dass diese auf höchsten wissenschaftlichen Standards basieren und konkrete Bedürfnisse aus der Praxis adressieren, bevor sie zum Einsatz kommen.

Ihre Ernennung ist Teil der strategischen Ausrichtung von Doctolib, die medizinischen Standards aller Lösungen zu stärken: von der App für Patient:innen bis zur Praxissoftware für Gesundheitsfachkräfte. Dr. Edstedt Bonamy wird sicherstellen, dass jede Lösung in enger Zusammenarbeit mit Gesundheitsfachkräften entwickelt wird.

Dr. Anna-Karin Edstedt Bonamy, Chief Medical Officer bei Doctolib, sagt: „Meine Aufgabe bei Doctolib ist es, sicherzustellen, dass jede klinische Lösung und jeder Algorithmus der Künstlichen Intelligenz vor dem Einsatz wissenschaftlich fundiert geprüft wird: Auf Basis einer soliden wissenschaftlichen Validierung, einer Messung der tatsächlichen gesundheitlichen Auswirkungen und unter Einhaltung regulatorischer Vorgaben. In der Medizin hat Technologie nur dann einen Wert, wenn sie klinisch validiert ist. Ein beeindruckender Algorithmus, der sich in der Praxis nicht bewährt, nützt weder Patientinnen und Patienten noch Gesundheitsfachkräften. Als Kinderärztin habe ich gesehen, welchen direkten Einfluss verlässliche Informationen auf die Gesundheit eines Kindes haben können. Als Forscherin habe ich gelernt, dass nur wissenschaftliche Präzision sichere und wirksame Lösungen garantiert. Mein Ziel ist es, dass jedes Tool, das wir entwickeln, die Qualität der Versorgung und die Patientensicherheit konkret verbessert."

Nikolay Kolev, CEO Doctolib Deutschland und Mitglied des globalen Vorstands, erklärt: „In Deutschland wie in ganz Europa erwarten Ärztinnen und Ärzte zu Recht höchste medizinische Standards von digitalen Gesundheitslösungen. Mit Anna-Karin gewinnen wir eine erfahrene Ärztin, Forscherin und Health-Tech-Expertin, die genau versteht, was es bedeutet, Technologie mit klinischer Verantwortung zu entwickeln. Ihr klarer Anspruch ist: Kein Algorithmus und keine KI-Lösung kommt zum Einsatz, bevor sie nicht wissenschaftlich validiert wurde. Das ist der Standard, den Gesundheitsfachkräfte brauchen – und den wir mit ihr konsequent umsetzen werden. Ich freue mich sehr darauf, mit ihr und ihrem Team zusammenzuarbeiten.“