Kein Verzicht auf Verordnungshoheit

10.06.2009 02:00
Zum Start der neuen AOK-Rabattverträge am 1. Juni 2009 erklärt der Bundesvorsitzende des NAV-Virchow-Bundes, Dr. Klaus Bittmann: "Wir sehen uns in der Pflicht darauf hinzuweisen, dass kein Arzt durch die Rabattverträge aus der Haftung entlassen ist. Die Verordnung eines Medikamentes hat immer der Arzt zu verantworten." So könnten weder Krankenkassen noch Apotheker diese Verantwortung übernehmen.

Auch wenn ein Präparat mit identischem Wirkstoff und gleicher Wirkstoffstärke abgegeben werde, könne durch Arzneimittel-Substitution Unverträglichkeiten auftreten und der Behandlungserfolg gefährdet werden. Bittmann führt weiter aus: „Deshalb raten wir dazu, Aut- idem durch Ankreuzen auf dem Verordnungsvordruck auszuschließen und nicht auf die Verordnungshoheit zu verzichten!" Außerdem spreche sich der NAV-Virchow-Bund dafür aus, den Vertragsärzten das Dispensierrecht zu übertragen. Die Direktabgabe von Medikamenten in der Praxis würde das System vereinfachen und dem Arzt, der ohnehin für die Arzneimittelverordnung verantwortlich ist, Gewissheit verschaffen, welche Medikamente sein Patient tatsächlich erhalte.

 

10. Juni 2009

Editorial

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