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ANZAG: Marktsituation belastet Ergebnis

14.11.2011 13:08
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs 2011/12 (1. April bis 30. September 2011) lagen die Konzernumsatzerlöse der ANZAG bei 2.194,1 Mio. Euro. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahrs 2011 (1. September 2010 bis 28. Februar 2011) entspricht dies einem Anstieg um 0,8 Prozent. Die ausländischen Gesellschaften konnten ihren Umsatz um 6,4 Prozent auf 233,9 Mio. Euro steigern, während sich die Umsätze im Inlandsgeschäft nur um 0,2 Prozent erhöht haben.

Gleichzeitig ist die Rohertragsmarge des Konzerns von 5,96 Prozent auf 5,58 Prozent gefallen. Ursache dafür sei die zunehmende Regulierung der Arzneimitteldistribution in Deutschland, so eine Pressemitteilung der ANZAG. Speziell das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts (AMNOG) und der daraus resultierende intensive Wettbewerb innerhalb des Pharmagroßhandels hätten sich negativ auf die Rohertragsmarge der ANZAG ausgewirkt.

Das betriebliche Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist auf 23,6 Mio. Euro gegenüber 25,7 Mio. Euro im Vergleichszeitraum gesunken. Die ANZAG schließt die ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs 2011/12 aufgrund des verbesserten Finanzergebnisses und niedrigerer Ertragssteuern mit einem um 1,6 Mio. Euro auf 13,3 Mio. Euro gestiegenen Konzernjahresüberschuss ab. Das Ergebnis je Aktie beträgt 1,24 Euro, nach 1,11 Euro im ersten Halbjahr des Rumpfgeschäftsjahrs.

Zum Ende des Geschäftshalbjahrs beschäftigte die ANZAG, umgerechnet auf Vollzeitkräfte, 2.752 Mitarbeiter – gegenüber 2.761 Mitarbeitern zum Ende des vergangenen Geschäftsjahrs. Die Zahl der Auszubildenden in Deutschland erhöhte sich von 122 auf 137.

Ausblick

Nach aktuellen Planungen soll der Umsatz der ANZAG im Geschäftsjahr 2011/12 bei 4,4 Mrd. Euro liegen. Für die Geschäftsjahre 2011/12 und 2012/13 müsse allerdings von Ergebnisrückgängen gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 ausgegangen werden.

„Insbesondere die Umstellung der Vergütungsstrukturen im Januar 2012 wird die wirtschaftliche Situation des Pharmagroßhandels weiter belasten“, so Dr. Thomas Trümper, Vorstandsvorsitzender der ANZAG. „Als zukunftsorientiertes Handelsunternehmen sind wir gezwungen, Ertragseinbußen zu kompensieren. Daher werden wir künftig Leistungen, die erkennbar über die vom Gesetzgeber vergütete Grundversorgung hinausgehen, nicht mehr als kostenfreie Services anbieten können.“

Die Zugehörigkeit zum nunmehr führenden Pharmagroßhandelsunternehmen in Europa, Alliance Boots, verbessere die Stellung der ANZAG in ihren Märkten. Im Bereich des Einkaufs wie auch in der Zusammenarbeit mit Herstellern bei der Vermarktung ihrer Produkte in der Apotheke trage die Zusammenarbeit bereits erste Früchte.

Der aktuelle Halbjahresfinanzbericht ist aufgrund saisonaler Unterschiede im Großhandelsgeschäft nur eingeschränkt mit dem Bericht zum ersten Halbjahr des vorangegangenen Rumpfgeschäftsjahrs der ANZAG vergleichbar.

Der vollständige Halbjahresbericht steht unter www.anzag.de/de/investor-relations/berichte zum Download bereit.