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coliquio-Umfrage: Die Lieblings-Apps der Ärzte

29.11.2017 11:57
Das Smartphone gehört heute selbstverständlich in die Kitteltasche. Dabei geht es dem Arzt schon lange nicht mehr um die bloße Erreichbarkeit, sondern um Wissen. Apps versprechen schnelle Antworten bei medizinischen Fragen. Mehr als die Hälfte der Ärzte nutzt täglich Apps im Beruf, doch welche mobilen Anwendungen sind die beliebtesten? Da diese nicht ausschließlich von Ärzten, sondern auch von Laien, Medizinstudenten und medizinischem Personal genutzt werden, reicht ein Blick auf die Downloadzahlen in den App-Stores nicht aus. Daher hat das Ärztenetzwerk coliquio 209 seiber Mitglieder befragt, welche Apps sie am häufigsten verwenden und warum.

coliquio hat seine Mitglieder - ausschließlich Ärzte - gefragt, welche Apps sie im Berufsalltag nutzen. Absoluter Spitzenreiter ist die mobile Arzneimitteldatenbank „IFAP Arznei aktuell“, die von 49 % der befragten Mediziner genutzt wird. Hier wird der Arzt fündig, wenn er die wichtigsten Informationen zu Medikamenten nachschlagen will, wie z. B. Apothekenpreis, Anwendungsgebiet, Dosierung usw.

Zweitbeliebteste App ist die „STIKO@rki-App“, die von 45 % der Befragten genutzt wird. Entwickelt wurde sie im Auftrag des Robert-Koch-Instituts, um Ärzte bei Fragen zum Impfen im Praxisalltag zu unterstützen. In den Appstores wird die App vom medizinischen Verlag Börm Bruckmeier angeboten.

Auf den Plätzen drei und vier landen mit 41 % die App „Gelbe Liste Pharmindex“ und mit 36 % „Arzneimittel Pocket“. Genau wie „IFAP Arznei aktuell“ dienen beide Anwendungen als Nachschlagewerke für Arzneimittel. Damit sind unter den Top 5 Apps der Ärzte gleich drei Apps, die als Ersatz für gedruckte Arzneimittelverzeichnisse dienen. Das überrascht nicht, da diese Apps sich an eine breite – wenn nicht an die gesamte Ärzteschaft richten. Aber auch spezialisiertere Apps schafften es in die Top 5.

Jeder dritte Arzt gab an, „Embryotox“ zu nutzen. „Embryotox“ klärt über die Verträglichkeit der wichtigsten Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit auf und wird von einem Institut der Berliner Charité herausgegeben. Nur ein Fünftel der Ärzte nutzt überhaupt keine medizinischen Apps.

 

Knapp jeder zweite Arzt nutzt also eine der fünf populärsten medizinischen Apps. Doch welche Rolle spielen die mobilen Anwendungen tatsächlich im Arbeitsalltag? Um das einschätzen zu können, haben wir die coliquio Ärzte auch zur Verwendungshäufigkeit befragt. Das Ergebnis: Mehr als jeder dritte Mediziner hat eine Lieblings-App, die er täglich bei medizinischen Fragen konsultiert.

Auf Platz 1 der Apps, die im Berufsalltag am häufigsten genutzt werden, liegt wieder „IFAP Arznei aktuell“. 24 % der Befragten nutzen die App täglich, 12 % mindestens einmal wöchentlich und 10 % seltener. Dagegen werden die Konkurrenten „Gelbe Liste Pharmindex“ und „Arzneimittel Pocket“ nur von jeweils 11 % der Ärzte täglich genutzt. Hier sind die Anteile derer, welche die Apps nur wöchentlich oder seltener verwenden höher. Noch sporadischer verwenden die Mediziner die App „Embryotox“. Die meisten Ärzte nutzen „Embryotox“ wöchentlich oder seltener, was aber auch nicht verwundert. Die App wird schließlich nur gebraucht, wenn bei der Behandlung von stillenden oder schwangeren Frauen Fragen auftauchen.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der „STIKO@rki-App“. 37 % der Ärzte nutzen sie wöchentlich oder seltener – auch hier liegt einer der Gründe sicherlich darin, dass Impfen für die wenigsten Ärzte zum Tagesgeschäft gehört. Dennoch ist die App sehr verbreitet: nur 56 % gaben an, die App nie zu verwenden. Die Zahl der Nichtnutzer ist bei allen anderen medizinischen Apps – außer „IFAP Arznei aktuell“ – höher. Darin spiegelt sich vermutlich das große Vertrauen in die Vorgaben der STIKO.

coliquio fragte die Ärzte auch, welche Vorteile sie in medizinischen Apps sehen. Die Benutzerfreundlichkeit ist nicht der Hauptgrund für die Beliebtheit der Apps, nur 45 % der Ärzte nannten sie als Vorteil. Offenbar macht es den Medizinern wenig Vergnügen, die mobilen Anwendungen zu nutzen. Das überrascht nicht – die Apps stellen schließlich Fachinformationen bereit, und das in traditionell nüchterner Art und Weise. Ausschlaggebend für die Nutzung der medizinischen Apps sind die Zeitersparnis und die Aktualität der Inhalte. Es ist schlichtweg praktisch, dass das Smartphone schnell zur Hand ist und die aktuellsten Datensätze bereithält.

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